Katrin&Julius

Our Year in Capetown

2006/10/22 - World of Birds

Bilder zu diesem Bericht findet ihr unter: http://alexanderbeutel.tripod.com/world_of_birds/

Am Samstag war es soweit. Stefanie und Falko präsentierten unseren fertigen strategischen Marketingplan vor einem Auditorium an der Cape Peninsula Universität of Technology, den in Kapstadt-Campus. Wir hatten uns dazu im Juli das Lady Victoria Gast Haus in der Innenstadt von Kapstadt als Partner ausgeguckt (www.ladyvictoria.co.za). Danach folgten Wochen und Monate der Recherche, Analyse und Ideenentwicklung. Das war verbunden mit viel Schreibarbeit und manchmal auch viel Stress. Aber wir haben es überstanden und ein 115seitiges Assignment eingereicht. Jedes Jahr präsentieren Studenten des Bachelor Grades ihre Arbeiten vor Dozenten, Mitstudenten und Interessenten aus der Wirtschaft. So auch in diesem Jahr. Und so lernten wir am 22. Oktober den Cape Town Campus kennen.

Nach einer erfolgreichen Präsentation gab es noch ein kurzes Feedback von unserem Professor aus Deutschland, der gerade in SA zu Besuch war. Dann lud uns ein sonniger Tag zu einem Ausflug ein. Dieser führte zur World of Birds nach Hout Bay (www.worldofbird.org.za). Über vierhundert verschiedene Vogelarten können hier bewundert werden, ebenso Schildkröten, Erdmännchen, Wallabys und kleine lustige Squirrel Monkeys. Die Volieren sind groß und der Besucher läuft durch sie hindurch. So kann man ganz unbeirrte und neugierige Tiere von einer Nähe betrachten, wie es in Freier natur nie möglich wäre. Und es steht den Tieren frei sich in einen ruhigen Winkel zurückzuziehen, wenn es ihnen zu hektisch wird. Außerdem leben im Park nur Tiere, die zur Pflege abgegeben wurden, verletzte und im Park selbst geborene Tiere.

Julius hat sich mit einem riesigen Uhu angefreundet der direkt über einer Tür saß und Julius nicht mehr aus den Augen lassen wollte. Ich habe mich für die Raubvögel, wie Falken, Adler und Bussarde begeistert.

Besonders viel Spaß hatten wir auch mit den niedlichen Squirrel Äffchen. Diese putzigen gelben Gesellen bekamen einmal am Tag Besuch von den menschlichen Verwandten. Und das muss deren größte Freude sein. Sie springen auf die Schulter, laufen über Arme und untersuchen Taschen und Hände nach interessanten Dingen. Sie sind ganz leicht, ganz kuschelig weich und habe ganz weiche Pfoten.

Die kleine Piguinkolonie hatte es nicht so einfach etwas vom leckeren Fisch abzubekommen. Es haben sich viele Ibisse gefunden, die irgendwie davon Wind bekommen hatten, dass hier leichte Beute zu machen ist. Sobald die Fütterungszeiten in den verschiedenen Offengehegen beginnt scharen sich wie Assgeier zusammen um die besten Happen zu stehlen. Die Pfleger versuche die gefräßigen Tiere zu verscheuchen, haben damit aber nur mäßig Erfolg. Die Ibisse klauen den Fisch sogar noch aus dem Schnabel der andern Tiere, z.B. einem Tölpel, der gerade dabei ist, den Fisch im Schnabel durch Herumwerfen so zu drehen, dass er den Schlund herunter rutschen kann.

Normalerweise fressen Ibisse nur Würmer und Käfer die sie mit den langen pinzettenartigen Schnäbeln aus dem Boden ziehen. Umso mehr waren wir von diesem Verhalten negativ überrascht. Aber der Ibis steht für uns für Urlaub, denn er weckte uns so mancherorts auf unserer Rundreise in den Morgenstunden, und kündigte am Abend die Dämmerung an. Immer wenn wir die Ibisse hören, erinnern wir uns an grüne Täler, Berge und das schöne Südafrika (es gibt da ja auch noch andere Seiten).

In dem Park hätte man sich den ganzen Tag aufhalten können. Nicht alles haben wir an dem Nachmittag geschafft zu sehen, aber die wichtigsten und liebsten Kanditaten, wie den Knysna Lorie, die Kanarienvögel, die Fleischfressenden und die Pelikane. PS: Pelikane sind nicht hübsch, wenn sie an Land herumwatscheln, aber gigantisch wenn man das Glück hat, sie im Flug beobachten zu können.