Katrin&Julius

Our Year in Capetown

2006/06/22 - Montagu & Oudtshoorn

Bilder zu diesem Bericht findet ihr unter: http://fahrinurlaub.tripod.com/montaguoudtshoorn/ 

Tag 1: 22.06.2006 

Unser erster Urlaubstag (22.06.) begann um 5uhr morgens. Wir beluden Groenie und brachen auf. Erst ging es Richtung Paarl immer auf die Berge zu. Dann durchquerten wir in der Dämmerung den Hugenottenpass. Das was man bei den gegebenen Lichtverhältnissen erkennen konnte sah ziemlich gigantisch aus. Die Autobahn N1 führte direkt durch die “Du Toits Berge” nach Worchester. Hinter den Bergen lag flaches fruchtbares Land auf dem hauptsächlich Obstplantagen angelegt waren. So fuhren wir durch Weinfelder, Orangenbäume und Zitronenbäume in Richtung Robertson.

Unsere erste Etappe war Montagu. Da gab es einen kleinen Wanderweg, den Badkloof,  durch eine Schlucht aus Basaltgestein. Die Felsen sind an manchen Stellen knall gelb, da sie von Schwefeladern durchzogen waren. Der Startpunkt der Wanderung war ein kleiner Bauernhof. Da lief uns ein hübscher kleiner Hund entgegen und freute sich über Streicheleinheiten. Er wich uns nicht mehr von der Seite und begleitete uns den gesamten Weg bis zu den heißen Schwefelquellen am Ende der Wanderung. Die kleine Lady kannte den Weg in und auswendig, lief immer ein Stück vorne weg und schaute sich dann nach uns um, ob wir kämen.

Natürlich sind wir auch ab und zu einmal stehen geblieben um das Reet und das Flüsschen, die Felsen und die Tiere zu bestaunen. Es gab nämlich viele Dassies, die auf Felsvorsprüngen herumkletterten und uns neugierig beobachteten. Und das Reet war meterhoch und bildete zeitweise einen Tunnel aus Schilf. Unser kleiner Begleiter wartete dann ganz geduldig und kam auch schon mal ein paar Schritte zurück gelaufen, um zu schauen, wo wir geblieben waren.

An der Quelle verabschiedeten wir unseren Freund schweren Herzens. Ich hatte diese treue Seele richtig lieb gewonnen und konnte mich nicht leicht von dem Tier trennen.

Obwohl es draußen nur 13°C Lufttemperatur hatte, schlüpften wir in unsere Badesachen, bibberten uns bis zu den heißen Quellen und hüpften hinein. Das war angenehm. Die Wassertemperatur lag zwischen angenehmen 27-36°C, je nachdem wie nah man der Quelle kam. Da konnte man es schon ein Weilchen aushalten. Oh wie war das kalt, als wir nass und müde wieder zu den Umkleidekabinen tippelten!

Eine leckere Pizza mit Schinken und Banane und eine große Kanne heißer Schokolade an einem Plätzchen in der Sonne wärmten uns wieder auf.

Leider hat unser lieber Weggefährte nicht auf unsere Rückkehr gewartet, so dass wir allein den Rückweg zum Auto antreten mussten. Er war auch nicht mehr an seinem zu Hause auszumachen. Sicher schlief er einen festen Mittagschlaf, weil er schon soviel gelaufen war. Mir kullerten sogar 2-3 Tränchen, als wir das Tal verließen.

Weiter ging die Fahrt durch die grünen Berge in Richtung Oudtshoor. Je näher man der Stadt kam desto dichter wurde die Population von Straussen. Rechts und links der Strasse taten sich weite Ebenen auf wo die Tiere auf Hektargrossen Flächen aus liefen.

Nach 500 gefahrenen Kilometern fuhren wir nur noch einkaufen für Abendbrot und Frühstück, machten uns in der Küche des Bed and Breakfast etwas zu Essen und vielen Müde ins Bett.

Tag 2: (23.06.2006) 

Am nächsten Morgen (23.06.)ging es dann auch wieder früh aus den Federn und mit Sack und Pack zur ersten Führung der Höhlentour in den Cangoo-Caves, einer Tropfsteinhöhle 30km nördlich von Oudtshoorn gelegen. Wir hofften dabei einen günstigeren Tarif für den Eintritt abzustauben. Aber es gab keine Rabatte. Für 60 Rand pro Person gab es die Führung durch die schönen Formationen von Höhlen und Tropfsteinen, die über Jahrmillionen märchenhafte Gebilde geformt hatten. Es war verdammt kalt draußen an diesem Morgen in Oudtshoorn, ca. 4°C. Aber die Höhle hielt das ganze Jahr über angenehme 18°C.

In der Ferne sahen wir sogar Berge mit Schnee und hofften, davon in Lesotho mehr zu sehen.

Die Gegend um Oudtshoorn ist echt schön. Die Erde ist kräftig rot. Die Hügel und Berge sind mit grünem Buschwerk bewachsen und in den Tälern wuchsen, dort wo ein Flüsschen oder Bächlein floss, sogar auch mal richtige Bäume. Tausende von Straussen lebten auf den umliegenden Farmen. Wir besuchten keine der Farmen, weil dies unser Budget gesprengt hätte. Denn auch hier muss man mit Preisen zwischen 60-80Rand pro Person rechnen.

Wir besuchten lieber noch die Cangoo-Wildlive-Ranch, wo wir Krokodile, Tiger, Löwen, Geparden und sogar Leoparden aus wenigen Metern Entfernung sagen.   

Danach setzten wir unsere Reise fort und verließen die schönen Berge.

Weiter geht’s beim Bericht „George & Wilderness Nature Reserve“. …