Katrin&Julius

Our Year in Capetown

2006/04/13 - Butterfly

Bilder seht Ihr hier: http://juliusbeutel.tripod.com/butterfly_world/ 

Die Ferien sind um und wir machen wieder nur ab und an kleinere Ausflüge.

Eigentlich wollten wir heut nach Stellenbosch wandern gehen, aber erstens war es regnerisch und zweitens hat uns die Touristeninformation fehlgeleitet - übrigens schon zum 2. Mal. Wir werden uns demnächst einfach Topographische Karten kaufen und auf eigene Faust in die Weinberge stiefeln.

So verschlug es uns letztendlich in einen Schmetterlingspark bei Klapmuts im Norden von Stellenbosch. Als wir den Pavillon betraten schlug uns erst einmal eine Wand entgegen. Man hat hier einen künstlichen Regenwald erzeugt und dementsprechend hoch war die Luftfeuchtigkeit. Ich musste meine Brille absetzten. Aber zum Glück hatte ich die Kontaktlinse dabei, die mir dann wieder den erwünschten Durchblick verschafften.

Um uns herum flatterte es nur so. Es war wie ein schöner Traum. Hunderte Schmetterlinge schwebten durch den Raum, mal hier herum, mal da herum, setzten sich und flogen wieder auf. Mal krabbelten sie auf eine Blüte, mal saßen sie an einem Blatt, aber eigentlich waren sie ständig in Bewegung. Und sie waren wunderschön. Sie waren groß für unsere Verhältnisse. Müsste ich schätzen, würde ich sagen zwischen 5cm bis 20cm Spannweite. Die großen wippten wie in Zeitlupe durch die Luft. Wir wissen nicht ob sie wegen der hitze und Luftfeuchtigkeit oder wegen ihrer Größe so langsam daherflogen.

Unter den Arten waren schwarze Schmetterlinge mit Blauen Flügeln, rote mit schwarzen Flügeln, weiße mit schwarzgeaderten weißen Flügeln oder weiße mir orangene Flügeln.  

Wir lernten, dass Schmetterlinge nur 2 Wochen leben. Die kleinste lebende Art ist Daumennagelgroß, die größte Kindskopfgroß. Außerdem konnte man Schmetterlinge schlüpfen sehen. Ihre Puppen wurden an ein regalähnliches Gestell geklebt, unter ihnen grüne, schwarze, braune und goldene. Und manche zuckten so verächtlich, als wäre ein Windhauch an ihnen vorbei gezogen. Aber das bedeutete nur, dass sich darin etwas regt. Der Prozes des Schlüpfens dauert eigentlich nur 1 Minute. Bis die Flügel vollkommen entfaltet, aufgespannt und getrocknet sind, muss der Schmetterling noch etwas geduld haben. So lange hält er sich noch an seiner leeren Pupenhaut fest. Doch irgendwann lässt er los und flattert zum ersten Mal, ohne es jemals gelernt zu haben, mit den anderen Schmetterlingen zwischen den Pflanzen herum.   

In dem Tropenhaus gab neben den Schmetterlingen auch noch kleine Turteltauben, einen Papagei, einen Nympfensittig, ein Fasanenpärchen, kleine südamerikanische Äffchen, Goldfische und einen Leguan. Wir hatten also viel zu bestaunen.

Was ich hier schön finde ist, dass man in jedem Zoo, Naturpark oder Ähnlichem nie im Laufweg eingeschränkt wird. Schilder weisen auf Verhaltensregen und Gefahren hin, aber dann kann man sich frei bewegen. Man kann sich Gehegen so nähern, dass es möglich ist, durch deren Maschen Tiere zu photographieren. In dem Schmetterling-Park waren die Tiere auch nicht in Terrarien, sondern flogen einfach zwischen den Besuchern herum. Man muss auch nicht links oder rechts oder immer einen Weg gehen, sondern man besucht einfach alles was man mag in der Reihenfolge, wie man mag und kann zurück und vor, wie man mag.

Schmetterlinge sind interessanter, als man denken mag, vor Allem, wenn man sie lebend beobachten kann.