2006/03/31 - Ratanga Junction
Bilder findet Ihr unter: http://katrinworlich.tripod.com/ratanga_junction/
Am 31.3. fuhren wir ins Century City, einen nagelneuen Stadtteil, an der N1 zwischen Kapstadt und Flughafen gelegen. Dort gibt es unter anderem ein riesiges Einkaufszentrum, den Canal Walk mit ca. 500 Geschäften und einen Vergnügungspark, den Ratanga Junction. Vormittag bummelten wir durch das Shopping-Paradies und Beutels deckten sich mit tausend Kleinigkeiten ein. Nachdem wir uns satt gesehen hatten, verbrachten wir den Nachmittag im Vergnügungspark.
Wir Kinder fuhren natürlich Achterbahn und einige andere Fahrgeschäfte, das Beeindruckendste Erlebnis allerdings war eine Vogelschau, bei der Pelikan, Kormoran, Falke, Eule und Adler direkt über die Köpfe der Zuschauer flogen, sich auf Schultern und Köpfe setzten und mit ihren Flügelspitzen im Vorbeifliegen Arme und Wangen berührten. Julius und ich mochten den kleinen Falken am liebsten, denn der zog seine Bahnen immer genau an uns vorbei oder flog direkt durch unsere beiden Köpfe hindurch. Das war gigantisch, in seine Augen zu schauen, wie er auf einen zugeflogen kam, das Geräusch der Flügel zu hören und der sanfte Streif der Federn an Kopf oder Schulter. Das waren wunderschöne Tiere.
Am Abend hatten wir einen Tisch im African Café bestellt. Hungrig und gepannt begaben wir uns dorthin und verließen uns auf die Angaben im Reiseführer. Da hieß es, man bekommt 16 verschiedene Speisen des afrikanischen Kontinentes vorgestellt und kann von jedem kosten. Was einem dann besonders gut schmeckt, kann so lange nachbestellt werden, bis man satt ist - All You Can Eat also.
So war es auch. Es empfingen uns Afrikanerinnen in traditioneller Kleidung. Eine von ihnen führte uns zu unserem Tisch und stellte sich kurz vor. Sie erklärte uns, dass sie uns den ganzen Abend versorgen würde und wie der Ablauf sein würde.
Zunächst wurden uns die Hände in Rosenwasser gewaschen. Wir bestellten Wein und bekamen Wasser dazu. Nach und nach kamen dann die 16 Speisen und wurden einzeln erklärt. Wir futterten uns also quer durch alle Teller, schnupperten hier, fachsimpelten da, dem einen schmeckte das, dem anderen etwas anderes besonderd gut und so hatten wir am Ende alle unsere Lieblingsspeisen gefunden. Julius seine wurde “Xhosa Imifino Patties - spinach and mealie meal patties”. Dazu schmeckte sehr gut eine Art Tzazicki “Wthiopoan Iap - white curd cheese with fresh herbs”. Meine Lieblingsspeise an dem Abend war das “Cape Mussel Curry - half shell mussels in amedium strength curry”. Ich steh zwar nicht so auf Curry aber die Kokosmilch hat vorgeschmeckt und das war dann wieder total mein Fall. Und das mit Muscheln … perfekt!
Aber zur Warnung. Den deutschen Reiseführer lesen auch andere Deutsche. Wir waren umzingelt. Alle Gäste, denen wir begegneten, waren deutsche Touristen. Und durch seine Bekanntheit und Beliebtheit, verlangt das Restaurant auch entsprechende Preise, die man erst im nachhinein in voller Pracht auf der Rechnung bewundern kann, denn man sieht ja keine Karte. Aber das kann man schon mal machen - sollte man auch! Wo sonst kann man an einem Abend mehrere Speisen aus verschiedenen fremden Ländern probieren.