2006/03/30 - Cape Point
Bilder findet Ihr unter: http://katrinworlich.tripod.com/cape_point
Endlich Ferien!! Nun haben wir 2 Wochen Ferien und können ein wenig die Gegend erkunden. Am 28.2. kamen Beutels, Julius Familie zu Besuch. Mit ihnen haben wir in den folgenden Tagen Kapstadt unsicher gemacht.
Der erste gemeinsame Ausflug führte uns am 30.3. an das Kap der guten Hoffnung, was wir bis dahin auch noch nicht gesehen hatten. Die Kapspitze selbst ist Naturreservat und daher allein schon landschaftlich sehr schön. Vom Haupttor aus fährt man eine lange Straße entlang der Bergrücken bis zum Fuß der Bergbahn. Nachdem wir das Auto geparkt hatten, stellte sich die Frage, ob wir fahren oder laufen. Ein steiler Weg führte hinauf bis zum Aussichtspunkt. Man konnte aber auch die Bergbahn nehmen. Die war jedoch sehr teuer und wir hatten Urlaub, also auf nach ober per pedes.
Johann, der kleinste Beutel, outete sich als Gipfelstürmer und war längst oben, als Thomas, der Beutel-Leader noch schnaufend Fotos von der Landschaft herum schoss. Doch irgendwann waren alle wieder vereint und konnten staunend in die Tiefe schauen. Also ich hatte mir das irgendwie anders vorgestellt. Ich dachte man stünde unten am Meer und tippelt dann so auf dem letzten Zipfel Sand herum, aber hier standen wir ganz oben auf einer Felsspitze und unter uns brauste das Meer gegen die Klippen. Natürlich war uns allen bewusst, dass hier nicht der Atlantische und der Indische Ozean zusammenfließen. Geologisch richtiger geschieht das erst am Cap Agulhas etwas weiter östlich. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Oft ziehen dichte Wolkenschwaden über das Kap und verhintern den Blick über das Meer. Als wir oben standen, hatten wir eine wunderschöne Aussicht. Erst auf unserem Abstieg, schlichen sich die Wolken über den Kamm und boten so ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Zurück auf dem Parkplatz bekamen wir erst einmal einen mittelschweren Schreck. Jemand saß auf dem Dach unseres Autos und riss wie wild daran herum. Es war einer der Paviane, vor denen schon in einigen Kilometern Entfernung gewarnt wurde. Dieses Kerlchen ließ sich durch mein Geknurre und Gehopse nicht beeindrucken. Ich musste sogar wieder zurückweichen, weil er zähnefletschend zum Sprung ansetzte.
Nun waren auch alle anderen am Auto und relativ ratlos, wie weiter zu verfahren wäre. Eins war klar. Das Ding da war gefährlich und nicht zu vertreiben. Nun entschloss es sich von seinem Thron herunter zu steigen und wollte mich anspringen. Mir rutschte glatt das Herz in die Hose. Ich riss die Arme in die Luft, um mich größer zu machen, doch das sah das Vieh als Angriff und Aufforderung, erneut zum Sprung anzusetzten. Mir blieb nur Trampeln und Schreien. Der Affe machte noch zwei Schritte vor und zurück und entschloss sich dann Gott sei dank, das Weite zu suchen. Puh!
Johann und Liese tippelten eng an eng zu ihrem Auto. Das war ein Schreck für Alle. Und ich hatte mich ganz schön zum Affen gemacht mit meinem Gehüpf und Gebrüll.
In Fish Hoek hielten wir noch mal am Strand. Johann und Thomas wollten das Meer testen. Christine, Liese, Julius und mir war es schon zu kalt. Die beiden Männer scheuten nichts und plantschten fröhlich drin herum.
Aufwärmen konnten wir uns danach beim Italiener an einem guten Wein und Steinofenpizza mit Meeresfrüchten.