2006/04/01 - V&A
Der 1.4. war ein kurzer Tag. Famile Beutel hatte sich einen ruhigen Vormittag am Pool gegönnt, um mal wieder in einem gutem Buch zu schmökern und die Nase in die Sonne zu halten.
Julius und ich schliefen aus. Ich ging dann noch eine Stude walken und Julius laß sich derweil die Microsoft case-study durch, die wir demnächst bearbeiten müssen.
Mittag fuhren wir zu Waterfront, wo wir zum Nachmittag mit Julius Eltern, Schwester und Bruder verabredet waren. Da bis dahin noch Zeit war, schlenderten wir schon mal in ein paar Ecken herum, die wir vorher noch nicht gesehen hatten. Zum Beispiel suchten wir nach einer Möglichkeit, uns Jet-Ski’s auszuleihen. Dabei erfuhren wir traurigerweise, dass diese Wassersportart in Südafrika seit 2 Jahren nicht mehr erlaubt ist. Schlecht für uns, denn mit den Dingern draußen kumzukurven macht richtig Spass, aber gut für die Natur, denn es schützt das Wasser vor Verunreinigung und die Wasservögel und andere Küstenbewohner vor lautem Motorengedröhn und unerwünschter Störung.
Mittag aßen wir richtig lecker. Wir haben für uns eine Kette entdeckt, die unseren geschmack voll erfüllt. Sie nennt sich KAUAI und bietet Health Food an. Darunter wird verstanden, Salate, Müslis, Low Fat Wraps und Sandwishes, viel Fisch und Huhn, Yoghurt und frisch gemixte Milchshakes. Das schmeckt lecker, geht schnell und liegt nicht wie ein Stein im Magen. Wie wir herausfanden ist das mal wieder eine clevere Idee von Richard Branson (VIRGIN). Gibt es KAUAI auch in Deutschland? Schon mal jemand was von gehört? Wenn nicht, dann auf ihr BWL’er und füllt schnell die Marktlücke, bevor es jemand anderes tut.
Beutels stießen am Nachmittag zu uns und wir schauten uns die Waterfront an. Natürlich waren Liese, Christine und Johann wieder fleißig auf Souvenirjagt. Es gibt da aber auch wunderschöne Geschäfte mit tollem Flair.
Wir gönnten uns ein schönes italienisches Eis und saßen in der Sonne. Erwartungsvoll sehnten wir uns den Abend herbei, denn wir wollten uns das Festival of Lights ansehen. Das ist ein internationaler Wettbewerb der Pyrotechniker. Sie müssen ein Programm erstellen, bei dem 25 Minuten ununterbrochen ein Feuerwerk gezündet wird, mit mindestens 6000 Effekten und alles passend zur selbst gewählten Hintergrundmusik.
Bevor es los ging aßen wir ein gutes deutsches Abendbrot im Paulaner Restaurant an der V&A Waterfront. Für Julius und mich gabs eine Wurstplatte (Leberwurst, salami, Jagtschinken, Sülze und Schnalz) mit Butter, Brot und zwei Bretzen. Das war lecker! Wie man sich über so einen einfachen Wurstteller freuen kann. Wir haben ihn genossen, vor allem den Schmalz!
Das Feuerwerk wurde eine ganz lustige Angelegenheit. Es sollte am Hafen stattfinden. Die Zuschauer saßen direkt am Meer auf Tribünen oder eben auf dem Rasen. Gegnüber auf einem Wellenbrecher vor dem Hafen zum offenen Meer hinaus war das Feuerwerk aufgebaut oder besser installiert worden. Wir hatten Plätze in der Picknick-Area gebucht und dafür entsprechend decken mitgenommen. Doch diese konnten wir nicht benutzen. Der Boden war völlig nass. Ich wollte schon über die Organisatoren schimpfen, die meiner Meinung nach den Rasen gesprengt hatten, denn es ist den ganzen Tag trocken gewesen. Doch dann leuchtete mir auch das Argument ein, dass wir am Meer waren und eventuell der Rasen die Feuchtigkeit zog. Vielleicht war aber auch gesprengt worden, um weggeworfene Zigaretten am Zündeln zu hindern. Egal. Wir standen, das aber an forderster Front. Neben uns die Lautsprecher, vor uns das Meer … eigentlich die perfekte Position.
Für afrikanische Verhältnisse pünktlich, begann das Feuerwerk mit 10 Minuten Verspätung. Es war klasse! Das Timing von Melodie und Abschuss war perfekt. Es gab tolle Effekte. Sogar aus dem Meer stiegen Lichter in den Himmel. Die Musik verursachte Gänsehaut, mit Queen, Vangelis, Vanessa May und anderen bekannten Künstlern.
Davon konnten und wollten wir keine Fotos machen. Wir genossen einfach den Anblick, anstatt den Motiven hinterher zu jagen.
Die Show musste kurzzeitig unterbrochen werden, denn ausnahmsweise war es an diesem Tag fast windstill. Bei einem solch großen Feuerwerk ist etwas Wind aber notwendig, denn der Rauch muss fortgetragen werden, damit man spätere Lichteffekte noch sehen kann. Es wurde also fünf Minuten gewartet bis sich der gröbste Dunst verzogen hatte und dann mit dem Finale fortgefahren. Das war wirklich verdammt schön.